Lieber Georg, ....

In Nicaragua, dem drittärmsten Land Lateinamerikas, seinen Lebensunterhalt verdienen zu müssen, ist hart. Erst recht für Frauen, die keine richtige Ausbildung erhielten und womöglich kleine Kinder haben.

 

Auf den Kaffeeplantagen Nicaraguas arbeiten Zehntausende von Frauen in sklavenähnlicher Situation. Sie sind die Allerschwächsten auf einem extrem angespannten Arbeitsmarkt, und das bekommen sie jeden Tag von Neuem zu spüren.

 

Von skrupellosen Plantagenbesitzern werden sie ausgebeutet, sexuell belästigt und gedemütigt, und das alles bei einem Tageslohn von gerade mal 3.80 Franken. Und wer es wagt, sich gegen Willkür und Ausbeutung zu wehren, wird kurzerhand entlassen und muss 

mitsamt Familie die Plantage verlassen.

 

 

Um diese unhaltbaren Zustände auf den Kaffeeplantagen zu verbessern, engagiert sich Solidar Suisse seit Jahren in Nicaragua. Zusammen mit lokalen Partnerorganisationen unterstützen wir die Menschen auf den Plantagen bei der Durchsetzung ihrer Rechte.

 

Mit Erfolg. Letztes Jahr haben wir mehr als 15'000 Menschen beraten und waren bei über 4000 Rechtsfällen involviert. Dabei konnten wir 95 Prozent aller Fälle erfolgreich abschliessen. Und wir bleiben dran. So lange, bis auch der letzte Plantagenbesitzer merkt, dass hinter jeder Landarbeiterin ein Mensch und keine Sklavin steht. Und endlich auch die Kaffee-Multis dafür sorgen, dass KaffeepflückerInnen einen anständigen Lohn erhalten.

Es wäre schön, wenn auch Sie uns als Gönnerin oder Gönner bei unserer wichtigen Arbeit in Nicaragua unterstützen würden. Bereits mit einem kleinen Spendenbetrag kann man viel bewirken.

 

Vielen herzlichen Dank.

http://www.solidar.ch

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